Apps für dein Essverhalten – Fluch oder Segen?
Shownotes
Wenn du mehr Kontrolle über deine Essgewohnheiten haben willst, lohnt es sich, dir im digitalen Zeitalter einen Überblick über Apps und Tools zu deinem Essverhalten zu verschaffen. Doch Vorsicht: Bei deren Nutzung lauern auch psychologische Gefahren. Zudem gehen wir der Frage nach, inwiefern solche Apps einen Mehrwert gegenüber dem eigenen Körpergefühl bringen. Mehr dazu erfährst du in dieser Podcast-Folge mit Hintergrundinfos von Valeska Cappel, die an der Universität Luzern im Bereich der Digitalisierung im Gesundheitssystem forscht.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Du, Olivia.
00:00:03: Ja.
00:00:03: Ich kann es echt nicht mehr im Griff.
00:00:04: Nein, wachst du nicht mehr im Griff?
00:00:06: Ich habe meine Kalorien nicht im Griff.
00:00:09: Ich kann es wirklich nicht mehr im Griff.
00:00:10: Ich meine, ich isse einfach so viel gerade im Moment.
00:00:13: Immer die ganzen Süßigkeiten.
00:00:14: Schau mal da auf den Tisch.
00:00:16: Wir nehmen den Podcast auf und was steht da?
00:00:18: Das Glacier.
00:00:19: Ja, das Vanillglacier, Salted Caramel.
00:00:22: Das ist einfach furchtbar.
00:00:24: Das ist wirklich schlimm.
00:00:25: Und jetzt ... Ich dachte, du bist der Nerd von uns.
00:00:29: Der App-Nerd.
00:00:30: Der App-Nerd, genau.
00:00:33: Du hast bestimmt von diesen Apps gehört, die einem beim Essen helfen können.
00:00:39: Kalorienzellen, Ernährungspläne, solche Sachen.
00:00:43: Da bin ich etwas skeptisch, aber ich ... Überleg mir mal, das für mich auszuprobieren.
00:00:49: Das
00:00:49: finde ich doch eine clevere Idee von dir.
00:00:52: Und ja, tatsächlich, es gibt mittlerweile einen Wars-Überangebot an solchen Programmen und Apps.
00:00:59: Ich finde, die könnten auch wirklich sehr hilfreich sein.
00:01:03: Und in dieser Podcastfolge schauen wir das mal genauer an.
00:01:07: Ich bin die Olivia.
00:01:08: Und ich bin Fabian.
00:01:09: Und wir beleuchten jetzt die Fahr- und Nachteile der Technologie und unterstützen
00:01:17: Ernährungsbegleitungen.
00:01:23: Bevor wir jetzt anfangen, tun wir uns hier voll ins Thema beginnt.
00:01:26: Da müssen wir mal noch klären, was es hier vor Technologien gibt, woher das Ganze auch kommt.
00:01:32: Und für das haben wir mit Waleska Kappel geredet.
00:01:36: Sie forst an der Universität Luzern zum Thema Digitalisierung im Gesundheitssystem.
00:01:42: Bei der Digitalisierung im Ernährungsfeld gibt es vor allen Dingen Technologien, also dass die Ernährung mit digitalen Infrastrukturen verknüpft wurde, also das heißt vor allem mit Algorithmen und Apps und auch im Social-Media-Bereich, dort eben viele Ernährungsempfehlungen zum Beispiel daraus generiert werden, also von den Apps speziell, individuelle Empfehlungen, aber auch über die Algorithmen, zum Beispiel jetzt auf Social-Media-Kanälen, werden
00:02:06: den Nutzenden
00:02:08: automatisch diese Inhalte generiert, für die sie sich interessieren.
00:02:11: Jetzt haben wir diese Flüge immer abgedeckt.
00:02:13: Jetzt gehen wir ein bisschen zu den Apps.
00:02:17: Wie gesagt, du bist ein Nerd unter uns.
00:02:18: Was gibt es denn hier alles?
00:02:20: Ja, es gibt wirklich wirklich viele von diesen Kalorienzellen und diesen Apps.
00:02:26: Ich habe z.B.
00:02:27: jetzt ganz eine einfache Kalorienzelle, wie Jatio ihn anbietet.
00:02:32: Es gibt aber auch ganz komplexe Programme von denen, wie Sötige, die personalisierte Ernährungspläne stellen.
00:02:40: oder auch Kalorienzellen, die sogar mit den Smartwatch verbunden sind.
00:02:45: Du siehst sie am Armband, jetzt musst du einen Bananen essen.
00:02:50: Nicht gerade, aber wirklich so Kalorien werden schon angezeigt.
00:02:54: Und viele von uns fokussieren sich auf bestimmte Ernährungsweisen.
00:02:59: Und die haben dann auch Apps dazu.
00:03:01: Z.B.
00:03:02: vegane Ernährung oder Intervallfasten.
00:03:05: Das kann man dort alles auch als Quasi-Tiet-Programm einstellen.
00:03:09: Okay, okay, das muss ich jetzt zugeben, wenn ich gerade etwas für den Moment ein bisschen überfordere, aber ich sehe so ein bisschen den Punkt irgendwie so durch.
00:03:18: Die ganzen Apps-Tools, was auch immer, für wen ist denn das?
00:03:24: Im Endeffekt geignet.
00:03:25: So Apps sind zum Beispiel geignet für Menschen, die ihre Ernährung gezieltler gestalten wollen oder für Leute, die abnehmen möchten, den Blutzuckerspiegel im Auge behalten wollen.
00:03:36: Genau, also ich jetzt irgendwie?
00:03:38: Ja, aber mit dem Glassen wird das natürlich schon bitteschwierig, oder?
00:03:41: Ja, feines halt.
00:03:43: Oder halt Sötige, die sich einfach wendend gesünder ernähren.
00:03:46: Wir haben aber auch diesen Spektrum genauer beleuchtet, und haben hier die Alaska-Kappel nochmal angefragt.
00:03:54: Wenn Personen in der Schwangerschaft sind oder in viel Sport treiben, also man kann dann Lebensziehe bezogen und Lebenssituationen bezogen, die Ernährungsempfehlungen besser anpassen.
00:04:03: Die Apps können also tatsächlich ein wertvolles Werkzeug
00:04:07: sein,
00:04:08: um das Bewusstsein für die eigene Ernährung zu schärfen.
00:04:12: Aber im Endeffekt, auf was soll man denn wirklich genau achten, wenn man dann eben die Apps benutzt?
00:04:20: Also ich würde einfach sagen, dass man sich nicht zu fest auf die Zahlen fixieren sollte.
00:04:25: Es geht dabei nicht um die Kalorien, sondern auch um die Qualität der Lebensmittel.
00:04:30: Und man sollte die App als Unterstützung sehen und nicht als Ersatz für eine ausgeogene Ernährung.
00:04:35: Und wenn man jetzt nicht sicher ist, ist es vielleicht, wenn man einmal mehr eine professionelle Beratung in Anspruch
00:04:42: nimmt.
00:04:43: Das ist ja dann die menschliche Komponente, die bei einer Beratung sehr wichtig ist, vor allem mit der Ernährung, jetzt mit einer App... Da könnte natürlich psychologische Gefahren entstehen.
00:04:53: Was hier genau passiert, auch hier haben wir noch mal bei den Weisskappeln gefragt.
00:04:58: Die Gefahr ist, dass die Menschen sich dadurch wesentlich stärker unter Druck setzen und sich eben an diesen Idealbildern messen.
00:05:05: Also mit diesen digitalen Infrastrukturen gehen immer auch neue Normierungen einher.
00:05:09: Dieser Unterschied zwischen höre ich auf meinen eigenen Körper oder auf diese Normierung, die mir von der App gesetzt werden, zum Beispiel.
00:05:15: Oder auch gerade im Social-Media-Bereich ist das auch ganz stark vertreten.
00:05:18: Dass man dort idealisierte Körperbilder sieht, idealisierte Ernährungsweisen, auch moralische Ernährungsweisen, zum Beispiel nur Bioprodukte zu kaufen oder vegane Ernährung.
00:05:26: Und die Menschen fühlen sich dadurch auf jeden Fall unter Druck gesetzt, weil sie Gefühl haben, dass sie die Normierungen entsprechend müssen.
00:05:33: Und das zentrale Problem daran ist, dass man sieht, im Alltag der Menschen ist es fast unmöglich, dauerhaft diesen Normierungen zu entsprechen.
00:05:40: Und dann müssen die Menschen irgendwie damit umgehen, was sie jetzt machen, damit dass sie unter dem Druck gesetzt werden.
00:05:44: Und dann sieht man in Studien oft das... Das führt zum Abbruch von der Abnutzung.
00:05:50: Der ständige Fokus auf Kalorien und Makronährstoff kann sicher zu einem ungesunden Verhältnis zu messen führen.
00:05:57: Besonders bei Menschen mit einer Vorbelastung diesbezüglich könnte das problematisch sein und genau darum ist es wichtig, auf sein Körpergefühl zu lösen und sich nicht nur von App-Daten oder Programmen leiten zu lassen.
00:06:13: Es ist durchaus eine gewisse Vorsicht gefragt.
00:06:16: Dann können wir ja aber zusammenfassend sagen, dass Apps, aber die ganzen, die du jetzt ja auch benutzt, inklusive Smartwatch, die dir dann noch in welche Ernährungspläne gibt, dass diese zur Ernährungsunterstützung ein hilfreiches Werkzeug sein könnte, aber eben, dass man ... gewisse Vorsicht sollte die Welten lassen.
00:06:36: Sie sollen als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung und einem guten, gesunden Lebensstil gesehen werden, aber nicht als Ersatz.
00:06:44: Wichtig ist für uns alle, dass wir auf unser eigenes Körpergefühl los sind und dass wir uns nicht von hinten viel zahlen
00:06:52: und
00:06:52: Apps und Geräte beeinflussen lassen oder verrückt machen lassen.
00:06:57: Trotzdem haben wir jetzt aber ein paar Apps, die mir cool finden.
00:07:00: Also aus deinem eigenen Fundus, Olivia.
00:07:02: Natürlich.
00:07:03: Wir haben eine Zusammenstellung gemacht.
00:07:05: Die findest du in den Show Notes.
00:07:07: Vielleicht findest du etwas cooles, das dir hilft.
00:07:10: Und sonst findest du natürlich ganz viele Themen rund um gesunde Ernährung, selbstverständlich in der
00:07:17: Benevitae.
00:07:18: Ja, und jetzt schmilzt es langsam dein Glassenverband an.
00:07:21: Ja, ich lasse jetzt einfach
00:07:23: wirklich stagen.
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